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Scharfer Keimkiller: Die Zwiebel

Ja, wer viel Zwiebeln isst, muss öfter pupsen. Aber erstens ist das gesund, zweitens gewöhnt sich der Darm an eine regelmäßige Zwiebelzufuhr und drittens macht das Lauchgewächs diese kleine Unannehmlichkeit durch jede Menge Vitamine und Nährstoffe mehr als wett. Dass Wertvolles in der Zwiebel stecken muss, wussten die Ägypter schon vor mehr als 5000 Jahren. Sie verwendeten die kleine Scharfe als Heil- und Gewürzpflanze, aber auch als alltägliches Gemüse. Verantwortlich für den typischen Zwiebelgeruch und tränenreiche Küchenstunden ist das schwefelhaltige Isoalliin. Es wirkt antibiotisch und antiseptisch, tötet also potenzielle Krankheitserreger ab. Auch Blutdruck, Blutzucker und Blutfette kann die Zwiebel in moderatem Umfang senken. Sie ist reich an B-Vitaminen, Vitamin C und Kalium sowie Chrom. Das hilft bei der Verwertung von Zucker und ist besonders für Diabetiker wichtig. Nachgewiesen sind außerdem gerinnungshemmende und antiasthmatische Eigenschaften. Da nimmt man ein paar Flatulenzen doch gern in Kauf. Für eine schnelle Zwiebelsuppe etwa sechs bis acht Zwiebeln in Ringe schneiden und in etwas Öl andünsten. Zwei Esslöffel Mehl unterrühren. Mit etwa 1,2 Liter Gemüsebrühe aufgießen, wer es fruchtig-voller mag, ersetzt ein Viertel davon durch Weißwein. Auf kleiner Flamme köcheln lassen, bis die Zwiebeln weich sind, etwa 15 bis 20 Minuten. Mit Salz, Pfeffer und den Lieblingskräutern abschmecken, Thymian zum Beispiel passt perfekt.